Demokratie zum Anfassen
Schülerinnen und Schüler mischen sich ein!

„Demokratie heißt, sich in seine eigenen Angelegenheiten einzumischen.“

Zwei Kreuze machen, den Stimmzettel zweimal falten und in die Wahlurne werfen – das war’s schon! So erklärten die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer am Donnerstagmorgen den Wahlberechtigten, was sie bei der Juniorwahl im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 zu tun hatten. Doch wie Max Frisch betont, geht es bei der Demokratie nicht nur um den Akt des Wählens selbst, sondern darum, sich bewusst einzumischen und Verantwortung zu übernehmen – und genau das haben unsere Schülerinnen und Schüler heute getan.
Die Juniorwahl ist ein bundesweites Projekt zur politischen Bildung, das Schülerinnen und Schülern ermöglicht, Demokratie hautnah zu erfahren. An unserer Schule nahmen dieses Jahr sechs Klassen teil. Im Vorfeld beschäftigten sie sich im Unterricht intensiv mit dem Wahlsystem, den Parteien und deren Programmen. So konnten sie am Wahltag gut informiert ihre Stimme abgeben und den Prozess verstehen, der hinter einer demokratischen Wahl steht.

Die Organisation der Juniorwahl lag in den Händen eines engagierten Teams freiwilliger Schülerinnen und Schüler. An einem Nachmittag bereiteten sie alles vor: Aufgaben wurden verteilt, Wählerlisten erstellt und Wahlbenachrichtigungen ausgefüllt. Am Wahltag sorgten sie für einen reibungslosen Ablauf, standen den Wahlberechtigten bei Fragen zur Seite und zählten am Ende gewissenhaft die Stimmen aus. Ein großes Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer für ihren Einsatz und ihr Engagement – ohne euch wäre die Juniorwahl nicht möglich gewesen!
Mit einer Wahlbeteiligung von 75 % haben unsere Schülerinnen und Schüler ein starkes Zeichen gesetzt und gezeigt, wie wichtig ihnen politische Mitbestimmung ist. Sie haben sich in ihre „eigenen Angelegenheiten“ eingemischt und bewiesen, dass Demokratie nur funktioniert, wenn man sie aktiv lebt. Das Wahlergebnis bleibt allerdings noch geheim – es wird erst mit den ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl veröffentlicht. Wir sind gespannt, wie unsere Schule abgestimmt hat und ob sich Parallelen zum „echten“ Wahlergebnis zeigen werden.

Linda Spachmüller